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Hans Leip
(Pseudonym: Li-Shan Pe, * 22. September 1893 in Hamburg, 6. Juni 1983 in Fruthwilen/Kanton Thurgau)

Stationen u.a.: Sohn eines Seemanns. Lehrer. Zeichner und Graphiker. Illustriert seine eigenen Werke. Verwundet im I. Weltkrieg. Mehrfach verheiratet. Verfemt im III. Reich. 1943 Flucht vor der Gestapo nach Innsbruck. Dichtet "Lilli Marleen". Wohnt nach 1945 am Chiemsee/Bayern und ab 1954 in Fruthwilen/Schweiz.

Veröffentlichungen (Auswahl): Der Pfuhl, Roman (1923). Godekes Knecht, Roman (1925). Der Nigger auf Scharhörn, Roman (1927). Jan Himp und die kleine Brise, Roman (1934). Am Rande der See, Erzählungen (1967). Dichter gibt es nur im Himmel.Leben und Werk von Hans Leip (2002, Dölling und Galitz - Hrsg. von Rüdiger Schütt).

Leben
Hans Leip war der Sohn eines ehemaligen Seemanns und Hafenarbeiters im Hamburger Hafen. Leip wuchs in Hamburg auf. Ab 1900 besuchte er eine Volksschule, von 1905 an eine Seminarschule und von 1909 bis 1914 eine Präparandenschule, an der er 1914 die Lehrbefugnis für die Fächer Sport und Religion erlangte. Ab Ostern 1914 war er Lehrer in Hamburg-Rothenburgsort. Im Jahre 1915 wurde er zum Militär einberufen; seine Ausbildung zum Gardefüselier erfolgte in einer Berliner Kaserne. Es folgten Einsätze an der Ostfront und in den Karpaten. Nach einer Verwundung im Jahre 1917 wurde er für dienstuntauglich erklärt. Leip kehrte in seinen Lehrerberuf zurück, gleichzeitig begann er, in Hamburger Zeitungen Kurzgeschichten zu veröffentlichen. Von Oktober 1917 bis Dezember 1919 schrieb er Kunstkritiken für die Neue Hamburger Zeitung und versuchte sich als Grafiker. 1919 fand die erste Ausstellung von Leips grafischen Arbeiten statt, der zu dieser Zeit das Leben eines Bohemiens führte. 1920 erschien Leips erstes Buch, das, wie viele seiner Werke, vom Autor selbst grafisch gestaltet war.
In den Zwanzigerjahren unternahm Leip ausgedehnte Reisen, die ihn u.a. nach Paris, London, Algier und New York führten. Seinen literarischen Durchbruch erzielte er 1925 mit dem Seeräuberroman "Godekes Knecht", der mit einem von der "Kölnischen Zeitung" gestifteten Preis ausgezeichnet wurde. Parallel zur Arbeit an seinen literarischen Werken, die in den Dreißiger- und Vierzigerjahren hohe Auflagen erzielten, war Leip weiter als Maler, Zeichner und Bildhauer tätig. Während des Zweiten Weltkriegs lebte er anfangs in Hamburg und Norddeutschland, ab 1940 dann vorwiegend am Bodensee und in Tirol. Bis 1943 war er Mitarbeiter des Archivs des Cotta-Verlags in Überlingen. 1944 zog sich Leip, der stets Vorbehalte gegen den Nationalsozialismus gehegt hatte, auf die Wurmegg-Alm in Tirol zurück. 1945 kehrte er für kurze Zeit nach Hamburg zurück, ließ sich jedoch dann im Schweizer Thurgau nieder. Dort widmete er sich seit den Sechzigerjahren wieder verstärkt den bildenden Künsten, insbesondere der Malerei. Hans Leip hatte ein freundschaftliches Verhältnis zur Pfadfinderschaft Grauer Reiter, denen er auch 1957 ein Gedicht gewidmet hat.
Hans Leips literarisches Werk besteht aus Romanen, Erzählungen, Gedichten, Theaterstücken, Hörspielen und Filmdrehbüchern; vorherrschende Themen sind das Meer und die Seefahrt. Leips frühe Werke standen unter dem Einfluss des Expressionismus und schlugen häufig ekstatische Töne an. Mit fabulierfreudigen und unterhaltsamen erzählerischen Werken erzielte Leip später große Publikumserfolge. Sein Nachruhm beruht allerdings hauptsächlich auf dem Gedicht "Lili Marleen", das Leip 1915 verfasst und 1937 in den Gedichtband "Die kleine Hafenorgel" aufgenommen hatte; in der Vertonung von Norbert Schultze, interpretiert von der Sängerin Lale Andersen und verbreitet durch den Soldatensender Belgrad erlangte das Lied während des Zweiten Weltkriegs eine ungemeine Popularität nicht nur bei den Angehörigen der deutschen Wehrmacht.
Hans Leip war Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland, aus dem er jedoch später austrat. Ab 1950 gehörte er der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und ab 1951 der Freien Akademie der Künste in Hamburg an. 1961 wurde er mit der Medaille für Kunst und Wissenschaft des Hamburger Senats ausgezeichnet, der ihm 1973 eine Ehrenprofessur und 1978 die Biermann-Ratjen-Medaille verlieh.

Quelle: Wikipedia


Konzerte


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